Ein guter Anfang für unsere Fünftklässler

Kennenlernspiel

Voller Motivation, aber auch mit gehörigem Respekt vor der großen neuen Schule standen die neuen Fünftklässler am ersten Schultag in der Aula des Gymnasiums Puchheim. Doch bereits in den ersten Minuten bemühten sich die Klassenlehrerinnen der sechs neuen Eingangsklassen, ihren Schülerinnen und Schülern die Angst zu nehmen, begrüßten sie freundlich und verteilten Namenschilder. Derweil hieß die Bigband die neuen Gymnasiasten schwungvoll willkommen und auch die Begrüßungsworte von Schulleiter Georg Baptist vermittelten Zuversicht.

„Das ist alles ganz anders, als es in der Grundschule war. Hoffentlich schaff‘ ich das“, sind die Gedanken der neuen Fünftklässler. Die Lehrerinnen und Lehrer sind sich der großen Umstellung für ihre Schützlinge bewusst: Das Schulhaus wirkt riesig und verwirrend, über 1000 Schülerinnen und Schüler begegnen den Neulingen und es unterrichten viele Lehrkräfte in einer Klasse. Mit Schulhausführungen, behutsamem Einstiegsunterricht und ganz viel Geduld bemühen sich die Lehrkräfte um einen guten Start in die Gymnasialzeit. Am ersten Elternabend stellten sich die Schulleitung, der Elternbeirat und alle Lehrerinnen und -lehrer auch den Eltern vor und konnten viele Sorgen zerstreuen.

Die herausfordernde Situation der Ungewissheit und des Neuanfangs griff auch der ökumenische Gottesdienst für die Fünftklässler in der ersten Schulwoche auf. Pfarrerin Miriam Pfeiffer und Pastoralreferent Gerhard Schneider sowie die Religionslehrerinnen und -lehrer erzählten von Abraham, der einen Aufbruch aus seiner alten Heimat wagt und dabei unter dem Segen Gottes steht. Wie Abraham wurden auch alle Schülerinnen und Schüler mit einem Kreuzzeichen gesegnet.

In den ersten Schultagen standen die neue Klassengemeinschaft und neue Regeln immer wieder im Fokus, vor allem am Kennenlerntag. Einen ganzen Schulvormittag lang verbachten die Schülerinnen und Schülern damit, die Mitschüler genauer kennenzulernen und als Klasse zusammenzuwachsen. Sie bekamen knifflige Herausforderungen, die sie nur mit Kooperation und Kommunikation bewältigen konnten. Der Höhepunkt waren dabei gespannte Schnüre, die es zu überwinden galt. Diese waren allerding so hoch angebracht, dass niemand alleine darüberspringen konnte. Schnell stellten die Kinder fest: „Wir müssen uns genau zuhören und dann zusammenhelfen.“ Solche Erkenntnisse bündelten die Klassen in ihren Klassenregeln. „Wenn das jetzt klar ist, dann kann’s ja endlich richtig losgehen“, hoffen jetzt die Lehrerinnen und Lehrer und auch die Schülerinnen und Schüler sind auf den Unterricht gespannt.

Elisabeth Thiede-Kumher