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Marmor, Stein und Eisen bricht, aber Bambus eher nicht -
Auszeichnung für eine hervorragende Seminararbeit

14. September 2014

Franziska Engel hat es geschafft. Ihr Abitur hat sie in der Tasche, als Konzertmeisterin des Schulorchesters hat sie viel Lob geerntet, und einen Preis für eine hervorragende Seminararbeit dazu. Mit dem Thema „Bambus – ein Musterbeispiel für den Leichtbau“ hat sie die Jury der Ludwig-Maximilians-Universität beeindruckt und den dritten Platz unter 35 hochrangigen Einsendungen aus dem Bereich der Physik erhalten.

Franziska Engel hatte sich im Rahmen des W-Seminars „Biophysik“ das Bambusthema selbst ausgewählt. Es hatte sie beeindruckt, dass viele Bauwerke in Asien vom Hochhaus bis zur Brücke mit Baugerüsten aus Bambus umkleidet werden. Bambus ist ein nachwachsender Rohstoff, der aufgrund seiner hohen mechanischen Stabilität und seines vergleichsweise geringen Gewichts aus Baustoff in Asien und anderen Regionen der Welt sehr geschätzt wird.

In ihrer Seminararbeit untersucht die Abiturientin des Gymnasiums Puchheim u. a. die mechanische Belastbarkeit von Partystrohhalmen als Modellsystem für Bambus. Die von ihr eigenständig entworfenen und nach guter wissenschaftlicher Praxis durchgeführten Experimente zeigen auch ihr bereits sehr ausgeprägtes naturwissenschaftliches Denkvermögen. Von der Konzeption der Arbeit bis zur Präsentation in Schriftform und als Vortrag hat Franziska im Besten Sinne hervorragende Fähigkeiten sichtbar werden lassen.

Ausgelobt wurden die Preise von der Dr.-Hans-Riegel-Stiftung, deren Gründer der Nachwelt nicht nur Fruchtgummi und Lakritz (HAnsRIegelBOnn) hinterlassen wollte, sondern der auch den naturwissenschaftlichen Nachwuchs fördern wollte. So sind jedes Jahr Schüler aus allen Landesteilen aufgerufen, ihre Arbeiten aus den Fächern Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Geographie einzureichen. Die Auszeichnung mit dem Dr.-Hans-Riegel Fachpreis ist nicht nur eine Ehrung begabter Schüler/Innen am Ende ihrer Schullaufbahn, sondern sie kann auch den Einstieg in eine Karriere in Wissenschaft und Forschung bedeuten.

Wir sind sehr gespannt, welchen Weg Franziska Engel einschlagen wird.

Geschrieben von Pascal Eitner