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Schulinterne Lehrerfortbildung zur "Interkulturellen Kommunikation"

19. November 2016

"Ich werde mein Bestes versuchen" sagt der Japaner und der Deutsche freut sich, dabei ist es die höfliche Umschreibung für: "Ich lehne den Vorschlag ab!"
Der Araber gestikuliert wild und berührt den deutschen Gesprächspartner und der bekommt es mit der Angst zu tun, obwohl der Araber nur die Wichtigkeit des Themas unterstreichen will.

Kommunikation im interkulturellen Umfeld kann zu Missverständnissen führen. Denn interkulturelle Kommunikation bedeutet Verhaltensregeln zu beherrschen, komplexe Signale richtig zu deuten und Menschen anderer Kulturkreise in ihren unterschiedlichen Raum- und Zeitkonzepten, Wertesystemen und Traditionen zu verstehen.

Als größte Trennwand im Verständnis der Kulturen wird die Sachorientiertheit - in westlichen Kulturen üblich - gegenüber der Beziehungsorientiertheit, die in fast allen Teilen der Welt noch vorherrscht, gesehen. Wie ist deshalb ein Gespräch zwischen Lehrer/inne/n und Eltern aus anderen Kulturen zu gestalten, das für beide Seiten erfolgreich verlaufen soll?

Am Samstag, den 12.November, haben sich 16 Lehrerinnen und Lehrer den Chancen und Fallstricken der Interkulturellen Kommunikation gewidmet und mit der Rhetorikdozentin Frau Dr. Cornelia Wolfgruber in Theorie, Fallbeispielen und Handlungsszenarien dieses Thema von allen Seiten reflektiert und eingeübt. Herzlichen Dank an die Hanns-Seidel-Stiftung, die diese Fortbildung für das Gymnasium Puchheim ermöglichte.

Geschrieben von Dr. Werner Anetsberger