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„Das Lied ist aus“ – Henny Brenner im Zeitzeugengespräch mit der Q11

29. Januar 2017
Zeitzeugin Henny Brenner am GymP

„Wenn uns Überlebende ihre Geschichte erzählen, dann übernehmen wir eine Verantwortung – dafür, dass wir die Erinnerungen an die erlebte Katastrophe aufrecht erhalten und sie anerkennen. Damit schützen wir auch die Überlebenden“ (Mihran Dabag)

Für Henny Brenner, einer Jüdin, die ihre Kinder- und Jugendzeit in Dresden verbrachte, war das Lied trotz Repressionen, Zwangsarbeit und Deportationsbefehl glücklicherweise nicht aus. Von den alltäglichen Katastrophen sowie den überlebensnotwendigen Hoffnungen während der NS-Zeit in Dresden erzählte Henny Brenner (geb. 1924) am 19.01.2017 der gesamten Q 11 und lud die Zuhörer zu einem intensiven Gespräch ein. So berichtete sie über ihre bürgerliche Herkunft, dem Kino des Vaters, in dem der Film „Das Lied ist aus“ lief, sowie ihren Schuljahren. Hier erfuhr sie am eigenen Leib, was Ausgrenzung und Rassenwahn bedeutete. Ein Besuch öffentlicher Schulen war nicht mehr möglich, am öffentlichen Leben durften Juden nicht mehr teilnehmen. Ausgrenzung beginnt im Kleinen. „Seid wachsam!“, mahnte Frau Brenner die Zuhörer, „Demokratie ist verwundbar, sie ist keine Selbstverständlichkeit“, und erinnerte an aktuelle politische sowie gesellschaftliche Entwicklungen. weiterlesen...

Geschrieben von Alexander Rotter